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Die CHURCH of FEAR Bockenheim präsentiert ihre Kampagne
"last exit bockenheim"

Die Universität ist zu einem unsicheren Ort geworden: Was sich als öffentliche Vorlesung ankündigt wird zur Geiselnahme, Pläne zur Universitätsentwicklung und Stadtplanung bekommen ein apokalyptisches Antlitz - die Ökonomie der offiziellen Angstmaschinerien ist durcheinander. Ängste und Wünsche kriechen nicht wie sonst devot und gebückt über die Campus, und durch die Strassen. Sie tanzen, sie sind im Fluss, sie machen Pläne, sie treffen sich, sie wollen sich nicht beruhigen. 

Frankfurt am Main - Die Zeiten sind unruhig. In Hessen regt sich etwas. Ein zufälliges Beispiel: An den Universitäten wird wieder einmal gestreikt. Gegen die Zumutungen der Regierenden formiert sich Bewegung. Und: Sie versteht sich als Protest. Natürlich ist das naiv. Aber was hier zählt ist die Bewegung an sich: Es gerät etwas in Fluß.

Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim indes wirkt ein Phantom. Aus dem Protest der Studierenden heraus agieren sie: bezeichnen sich als Kirche, als Splittergruppe, als terroristische Organisation. Plötzlich, unerwartet, punktuell, präzise und radikal schlagen sie zu. Sie agieren parasitär eingenistet in, neben, aus der Protestbewegung heraus. Sie zehren von ihr, nutzen die unterschiedlichen Strömungen, begeben sich in temporäre und lockere Allianzen.

Sie wirbeln im Tanz der Aufgescheuchten Ängste. Aus ihnen taucht sie unvermittelt auf, in ihr verschwinden ihre Akteure ebenso schnell wie sie gekommen sind. Und der Spuk ist vorbei. Zurück bleiben Bilder, Wortfetzen, Verunsicherungen, die sich weiter verkoppeln wollen: Maschine machen. Angst wird der Motor eurer Terrormaschine sein. Die cof-bockenheim  arbeitet an diesem Programm.

Sie arbeitet auch an anderen Programmen und sie geht ungewöhnliche Allianzen ein: Das "Verstümmelungsprogramm" das das aktuelle Präsidium der Universität mit den Herren in den Ministerien gemeinsam ins Werk setzen verstehen sie als Teil eines regionalen apokalyptischen Projektes:
"last exit bockenheim"